Friedenskirche Hagen-Halden
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Gottesdienstablauf

Wir möchten Sie mit dem gottesdienstlichen Geschehen vertraut machen. Für manche von Ihnen wird das altbekannt sein, aber andere werden vielleicht Neues entdecken. Uns allen soll deutlich werden, warum der Gottesdienst ein unverzichtbarer Bestandteil des Gemeindelebens ist.

1. Teil: Einführung

Das eigentliche Geschehen des Gottesdienstes erklärte Martin Luther anlässlich der Einweihung der Torgauer Schloßkirche am 5.10.1544 folgendermaßen: „…dass nicht anderes darin geschehe, als dass unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort und wir wiederum mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang.“
Das klingt so einfach, macht aber bewusst, dass Gottesdienst die persönliche Beteiligung aller Beteiligten mit Gott ist. Er ist also keine „Schauveranstaltung“ des Pfarrers/der Pfarrerin, keine Opferhandlung, keine Lehrveranstaltung.
Im Gegenteil, Gottesdienst ist das Gespräch mit Gott und zwischen den Menschen vor Gott .
Demnach haben alle Beteiligungs- und Äußerungsmöglichkeiten, die wie aus lebendigen menschlichen Begegnungen kennen, ihren Platz dort. Die Gottesdienst Feiernden danken, zweifeln, loben, klagen, lachen, weinen, bitten, entschuldigen sich, singen, träumen, rufen, schweigen – gegenseitig, miteinander und vor Gott.
Daraus folgt nun, dass diese Begegnung gestaltet sein will. Der Gottesdienst braucht eine Form, in der es vertraute Elemente und auch Neues gibt.
Diese Form nennt man Liturgie (griechisch von leitos=Öffentlich und ergon=Werk), also den öffentlichen Gottesdienst der Kirche als Abgrenzung gegenüber dem Gebet des einzelnen oder einer Andacht.
In diesen Gottesdienst bringen sich die Teilnehmenden persönlich ein, Gottesdienst ist keine „Profiveranstaltung“ von Pfarrer und Organist.
Da jede zwischenmenschliche Begegnung einer Grundstruktur folgt, biete sich diese auch für den Gottesdienst an. Sie lässt sich in vier Abschnitten beschreiben, die in den nächsten Ausgaben unseres Gemeindebriefes und hier im Internet ausführlich beschrieben werden. Die 4 Abschnitte werden überschrieben:
  1. * Eröffnung und Anrufung
  2. * Verkündigung und Bekenntnis
  3. * Sendung und Segen
  4. * Abendmahl

Zum Gottesdienst gehört natürlich auch die Vorbereitung des Kirchraumes. Wir sind dankbar, dass dieser Küsterdienst von einer Gruppe von Ehrenamtlichen wahrgenommen wird, die von ihrer Erfahrung erzählen, dass sie durch diese Tätigkeit eine ganz andere Beziehung zu „ihrer“ Kirche bekommen.
Vor dem Gottesdienst treffen sich möglichst alle, die der Gottesdienst mit gestalten (Küster, Pfarrerin, Organist, Presbyter, Lektoren..) zum Gebet im Gemeindebüro. Unsere Sakristei (d.h. abgesonderter Raum) im Turmkeller eignet sich leider aufgrund ihrer Größe nicht dafür. So eingestimmt feiern wir dann miteinander und mit Gott.
Juliane im Schlaa